Bis heute haben Runen nichts von ihrer Faszination und Bedeutung verloren. Ursprünglich handelte es sich ja nur um Buchstaben, doch schon bald schrieb man ihnen auch magische Eigenschaften zu. Eine enge Verbindung gibt es zur nordischen und germanischen Mythologie, wo man bereits um die ungeheuren Kräfte der Runen wusste. Die Bezeichnung lässt sich vom Begriff "Raunen" ableiten, denn eigentlich waren es geflüsterte Worte. Erst später verewigten die Menschen im hohen Norden die Zeichen in Stein.
Im Bereich der Esoterik, aber auch in Filmen oder Romanen, sind Runen seit jeher beliebte Requisiten. Zur Stärkung und Unterstützung kann beispielsweise die
Runenmagie angewendet werden. Die Runenenergie kann einen Schutz vor schlechten Einflüssen bieten. Wenn mit Runen gearbeitet wird, bedient man sich stets eines besonderen Rituals. Die Runenmagie kann auch hilfreich bei der Meditation oder der Deutung des Pendelorakels sein.
Was genau sind Runen eigentlich?
Streng genommen sind Runen
Schriftzeichen der alten Germanen. Es gibt je nach Region und Epoche ganz verschiedene solcher Runenalphabete. Bereits seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. verwendeten die Menschen solche Zeichen, die nicht nur Laute darstellen, sondern sogar ganze Begriffe. Häufig fand man die Runen auf diversen Gegenständen eingraviert oder -geritzt, aber auch auf Gräbern oder Waffen waren sie zu sehen. Um das Einritzen zu erleichtern, bestehen Runen überwiegend aus Linien.
Zahlreiche Runen sind heute noch im südlichen Skandinavien zu sehen. Nachdem das Christentum Einzug hielt, übernahmen viele nordische und germanische Stämme die lateinischen Buchstaben. Bis ins 15. Jahrhundert hinein existierte die Runenschrift noch in einigen Gebieten Skandinaviens. Schon früh wurden die Runen ebenfalls für magische Rituale und zur Zukunftsdeutung eingesetzt. In der heutigen Zeit nutzen viele spirituell Interessierte die Kraft der Runen noch für die Aufarbeitung der Vergangenheit, die Selbstfindung und den Blick in die Zukunft.
Mögliche Verwendungszwecke der Runen
Nachdem Runen ursprünglich als
Schriftzeichen entwickelt wurden, setzte man sie alsbald auch zum Ausüben von Magie ein. Nicht nur der Zauberei waren sie dienlich, man übertrug damit auch übernatürliche Attribute auf materielle Gegenstände. So ritzte man beispielsweise Runensymbole in den Türrahmen ein, um das Haus vor bösen Geistern zu schützen. Eine andere Variante war das Einritzen der Runen in eine Waffe, was dieser mehr Stärke verleihen und dem Träger zum Sieg in einer Schlacht verhelfen sollte.
Auch Steine oder Knochen wurden mit den Zeichen graviert und dann als Orakel benutzt. Diese wurden dann in einen Behälter gegeben und blind gezogen, um die Zukunft voraussagen zu können. Die
Runenmagie basiert nicht auf der Runenschrift selbst, sondern auf den magischen Eigenschaften, die man den einzelnen Symbolen beimisst.
Das Futhark - die unterschiedlichen Runenreihen
Es gibt ganz verschiedene Varianten des sogenannten Futharks. Der Begriff stammt von den ersten sechs Runen der früheren Runenfolge. Am weitesten verbreitet ist das Alte Futhark oder Elder Futhark mit 24 Zeichen, das die längste Historie aller Runenalphabete aufweist. Ähnlich wie im lateinischen Alphabet entspricht jede der 24 Runen einem bestimmten Laut. Alle germanischen Stämme verwendeten bis etwa ins Jahr 750 hinein diese Runenreihe. Deshalb wurde diese Runenfolge auch gemeingermanisches Futhark genannt, da sie in ganz Germanien gültig war.
Nicht minder populär ist das skandinavische Futhark, das auch als Jüngeres Futhark oder Younger Futhark bekannt ist und insgesamt 16 Zeichen umfasst. Auch wenn es sich um eine verkürzte Form des ursprünglichen Futharks handelt, gilt es als Weiterentwicklung des ursprünglichen. Natürlich sind in dieser neuen Reihe nicht mehr alle früheren Buchstaben enthalten. Das hatte zur Folge, dass einer
Rune gleich mehrere Laute zugeordnet werden mussten. Verwendet wurden diese Zeichen bis Ende des 10. Jahrhunderts, sodass ein Grossteil der Inschriften aus der Zeit der Wikinger dem Younger Futhark entsprechen.
Runen und ihre magischen Eigenschaften
In der heutigen Zeit stellen die Runen für viele Menschen magische Zeichen dar. Da jede davon eine ganz individuelle Bedeutung hat, geht von einer Rune auch eine gewisse Macht aus. Von den germanischen Stämmen wurden die
Schriftzeichen als ein Geschenk Gottes angesehen. Auf diese Weise war es ihnen möglich, Geschichten aufzuschreiben und den Göttern Gegenstände zu weihen.
Es dauerte demnach nicht lange, bis der Zweck des Schriftverkehrs in den Hintergrund rückte und man die Runen eher mit kultischen und religiösen Ritualen und Traditionen in Verbindung brachte. Viele der Runen stellten ein Symbol dar, welches man einem göttlichen Wesen zuordnen konnte. Das machte letztendlich auch die Magie der Runen aus. Die Eigenschaften des jeweiligen Wesens wohnten in einer Rune inne, sodass diese als Orakel oder zum Schutz dienen konnten. Bereits die alten Germanen nutzten die Runen zur Weissagung, wobei es bei der Deutung sowohl um deren Symbolik als auch um die Ausrichtung ging.
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